monatliche Übersicht über die Audiobeiträge und die Magazinsendung

 

 
    südnordfunk #139                                                                       Webansicht
 
 

     Die iz3w Magazinsendung im Dezember 2025

  
 

Als der südnordfunk gemeinsam mit Radio Dreyeckland im Herbst 2024 eine Sendereihe zu den Protestbewegungen der Generation Z plante, war die Regierung in Nepal noch nicht gestürzt. Kaum wer wusste, was die junge Generation in Madagaskar oder Tansania an ihren Regierenden auszusetzen hatten. Inzwischen sind Meldungen zu GenZ-Protesten in nahezu jeder Tageszeitung zu finden. Im Oktober überschlugen sich die Schlagzeilen zu Protesten in Tansania, Madagaskar, den Philippinen, Peru. Mit Iran, Chile und Sudan fing es an. Es folgten Nigeria, Bangladesch, Kenia.

Je nach politischer Verortung der Kommentator*innen wird den Protestierenden attestiert, als unwissende Chaoten und mit terroristischer Energie die Sicherheit im Land zu gefährden. Oder aber: einen längst überfälligen Systemwechsel herbeiführen zu können, und für Gerechtigkeit und Zukunft aller ihr Leben zu riskieren. Mit der aktuellen Welle an Protesten, die als GenZ gelabelt werden, digital vernetzt, mit neuen Formen der Organisierung, zunehmend furchtlos gegenüber Repressionen, könnte man fragen: Haben wir es im Jahr 2025 mit einem Schmetterlingseffekt zu tun? Gibt es einen größeren Zusammenhang?

In eigener Sache: Und wer Interesse hat an einem ASA-Stipendium für unsere Medienkooperation mit dem Witness Radio Uganda: unten findet sich der Link.

Wir sind auch in 2026 On Air! Bis dahin,

euer südnordfunk Team

 

 

Im Jahr 2025 haben die Proteste der GenZ Fahrt aufgenommen, gefordert wird Gerechtigkeit und nicht selten das Abdanken 
der Regierenden | Foto: Pia Danner

Die Magazinbeiträge

 

Generation Z in Aufruhr

Schmetterlinge im System

Die Proteste der GenZ Bewegungen im Globalen Süden

Überall ist vom Aufwind der Rechten die Rede. Wir fragen: Wird das Jahr 2025 vielleicht als dasjenige in die Geschichte eingehen, das mit dem Aufruhr und den Protesten der Generation Z eine zivilgesellschaftliche Front gegen den weiteren Ausbau anti-demokratischer Kräfte ins Rollen brachte? Zumindest im Globalen Süden? Die bloße Zahl der Proteste der Generation Z gegen autoritäre Regierungen haben jedenfalls dieses Jahr an Fahrt aufgenommen. Nicht nur das: Sie haben in den vergangenen Monaten Regierungen zu Fall gebracht. Wir schauen noch einmal zurück auf die GenZ-Bewegungen 2025 im globalen Süden und fragen: Gibt es einen größeren Zusammenhang? Ein aktueller Überblick.

 

»Geoutet zu werden, das kommt in Libyen einem Todesurteil gleich«

Interview mit der Frauenrechtsaktivistin Yasar Alameen zur humanitäre Krisenlage in Libyen

Es war und bleibt herausfordernd, sich in Libyen für die Rechte von Migrant*innen einzusetzen. Und es ist gefährlich. Kürzungen internationaler Entwicklungsgelder, beschleunigt durch die Wiederwahl Donald Trumps, schränken die bereits geschrumpften Räume für humanitäres und zivilgesellschaftliches Engagement weiter ein. Zudem fließen Budgets zunehmend in die Migrationsabwehr, statt die Lage der Geflüchteten zu verbessern, die unter schlimmsten Bedingungen in Lagern festgehalten werden. Indes geht die international anerkannte Regierung in Westlibyen gegen internationale NGOs vor. Im März 2025 wurden zehn NGOs verboten – unter anderem mit dem Vorwurf, Homosexualität zu fördern. Lars Springfeld hat mit der Frauenrechtsaktivistin und humanitären Helferin Yasar Alameen über die Situation in Libyen gesprochen.

Skript & Hörbeitrag

 

 

 

»Sie werden zum Kanonenfutter für die Drogenkartelle«

Jugendarbeit an der mexikanischen Grenze zu den USA

Die mexikanische Grenzmetropole Ciudad Juárez wird in einem Atemzug mit Kartellgewalt und Drogenhandel genannt. Fragt man Bewohner*innen vor Ort, wo sie es richtig gefährlich finden, verweisen diese wiederum auf das Juáreztal südlich der Stadt. Eine abgeschiedene ländliche Region direkt an der Mauer zu den USA. Genau dort haben Aktivist*innen ein Jugendzentrum gegründet, das »Okuvaj«. Georgina Gamboa und Alejandro Gonzalez, genannt Mono, organisieren dort Workshops und bieten einen Raum zum Treffen unter Gleichaltrigen. Von Kathrin Zeiske (Interview) & Leobardo Alvarado (Fotos).


 

 

 

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