monatliche Übersicht über die Audiobeiträge und die Magazinsendung

 

 

    südnordfunk #146                                                              Webansicht

 
 

     Die iz3w Magazinsendung im Juli 2026

  
 
Wie lässt sich Frieden bewahren, wenn Hass, Ausgrenzung und politische Abschottung zunehmen? Unsere Sendereihe »Frieden gestalten – Wie geht das?« erzählt von Menschen, die sich davon nicht entmutigen lassen. Es geht um Formen der Friedensarbeit im Irak, wo Hass und Diffamierung zunehmen. Und wir werfen einen Blick auf die Auswirkungen der neuen europäischen Asylpolitik (GEAS). Zwei Geschichten über Mut, Menschenrechte und die Frage, wie Zusammenleben gelingen kann.

Euch allen einen schönen Sommer

wünscht das südnordfunk Team

  

Irak: Im Mai 2018 gaben viele junge Menschen zum ersten Mal ihre Stimme ab. Im Rahmen des Iraq Elections Support Program führte Creative Associates International Wähleraufklärung durch und förderte die Wahlbeteiligung von Binnenvertriebenen und Minderheiten. Heute kämpfen zahlreiche NGOs für zivile Räume als Basis eines breiten Friedens | Foto: Jim Huylebroek für Creative Associates International | CC BY-NC 2.0 

Die Magazinbeiträge

 

Irak

Hassrede gegen Aktivisti* nimmt mehr Raum ein

Zeinab Shubber über die Verteidigung ziviler Räume in Irak

Hassrede und Diffamierung auf der einen Seite, Kunst und Musikfestivals für Menschenrechte auf der anderen: Im Irak verengen sich die zivilgesellschaftlichen Räume, obwohl die Zahl der zivilgesellschaftlichen Akteure zugenommen hat. Wie passt das alles zusammen? Darüber sprachen Johannes Frische und Ali Majeed mit Zeinab Shubber vom »Informationszentrum für Forschung und Entwicklung«. Sie berichtet über friedensfördernde praktische Arbeit von NGOs und Jugendverbänden, während der Staat sowie wenig kompromissbereite Gewaltakteure oft kontraproduktiv für ein friedliches Zusammenleben agieren. 

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Europa

»Das Asylsystem ist nicht anders als ein Gefängnis«

Die GEAS-Reform und ihre Folgen für Menschen auf der Flucht

Am 12. Juni 2026 trat das vor zwei Jahren beschlossene neue Gemeinsame Europäische Asylsystem (GEAS) in Kraft. Fünf Tage später verabschiedete das Europäische Parlament die neue Rückführungsverordnung. Sie erlaubt künftig sogenannte Abschiebezentren in Drittstaaten – ein Beschluss, den Abgeordnete der extremen Rechten mit »Send them back«-Rufen feierten. Die Strategie, Europas liberale Grundwerte im Inneren durch eine härtere Migrationspolitik an den Außengrenzen zu bewahren, ist offenbar nicht aufgegangen. Lars Springfeld ordnet die GEAS-Reform anhand der Analyse des Juristen und Migrationsforschers Maximilian Pichl ein und fragt, welche Folgen sie für Menschen hat, die in Europa Schutz suchen. 

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