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Die iz3w Magazinsendung im April 2026

Kolumbien, Bangladesch, postkoloniales Freiburg – wie gelingt Wandel, und wer bleibt dabei auf der Strecke? Ob Friedensprozess, demokratischer Neuanfang oder koloniales Erbe – überall ringen Gesellschaften darum, mit der Vergangenheit umzugehen und trotzdem nach vorne zu schauen. In Zeiten, in denen autoritäre Bewegungen weltweit auf dem Vormarsch sind und demokratische Errungenschaften unter Druck geraten, lohnt es sich, genauer hinzuschauen. Das könnt ihr gemeinsam mit uns tun, in der Aprilausgabe des südnordfunk. Viel Spaß dabei!
Ganze Sendung #143 hören

Das Parlamentsgebäude von Bangladesch in Dhaka | Foto: Aljoscha Hartmann
Die Magazinbeiträge

Bangladesch
Erste demokratische Wahlen in Bangladesch
Es war einer der ersten erfolgreichen großen Proteste welche unter dem Label "Gen Z" internationale Aufmerksamkeit auf sich zog: Die Juli-Bewegung von 2024 in Bangladesch. Schon im darauffolgenden August floh die Premierministerin Sheikh Hasina nach Indien - 15 Jahre Regierung und autoritärer Umbau waren damit vorbei. Nach anderthalb Jahren Übergangsregierung erfolgten nun im Februar die ersten demokratischen Wahlen, welche die Bangladesh National Party gewann. Doch ist dies wirklich der demokratische Neuanfang den sich die vor allem auch von Frauen getragene Protestbewegung für das Land gewünscht hat?

Kolumbien
Der Frieden in Kolumbien zehn Jahre nach dem Friedensabkommen
Nur rund 10.000 Stimmen erreichte die Partei der ehemaligen FARC-Guerilla "Comunes" bei den Parlamentswahlen im März. Damit steht das politische Projekt der früheren marxistischen KämpferInnen vor dem Aus. Ihre Demobilisierung aber, sagt SNF-Kollege Christian Conde, hat politische Räume für andere linke Kräfte in der kolumbianischen Politik geschaffen. Das zeige sich nicht nur am Wahlsieg des Linksbündnisses Pacto Histórico, sondern auch daran, dass der Kandidat Iván Cepeda als Favorit in den nun beginnenden Präsidentschaftswahlkampf geht.

Postkoloniale Spurensuche in Freiburg
Der Audioguide „Postkoloniale Spurensuche in Freiburg“ macht auf sichtbare und unsichtbare koloniale Spuren im Freiburger Stadtbild aufmerksam. Dabei verhandeln die einzelnen Stationen des Audioguides, wie koloniale und kolonialrevisionistische Bewegungen das Denken in dieser Stadt bis heute geprägt haben. Einige Stationen wurden im vergangenen Jahr überarbeitet. Denn es hat sich in den letzten acht Jahren bei der Aufarbeitung der lokalen Verstrickungen in die Deutsche Kolonialgeschichte etwas bewegt. So wird nun der Prozess um die Restitution und Rehumanisierung berücksichtigt - etwa die Rückgabe von Human Remains oder die Umbenennung von Straßennamen mit kolonialem Kontext.

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► Jeden dritten und vierten Samstag jeweils um 16 Uhr im Monat bei Radio Flora in Hannover
► donnerstags alle 4 Wochen in der geraden Kalenderwoche um 18 Uhr bei Radio Free FM Ulm
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