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Die iz3w Magazinsendung im Mai 2025
Wir launchen diesen Monat mit gleich zwei Beiträgen unsere Sendereihe »Freedom and Future. NOW!« - Die GenZ im Globalen Süden.

Graffitikunst in Bangladesch| Foto: privat
Angesichts von Rechtsruck in Europa und autoritären Regierungen weltweit möchten wir Geschichten der Gen Z im Globalen Süden hörbar machen, die dagegen aufbegehren und an demokratischen und sozial und ökologisch gerechten Gesellschaften mitgestalten.
Im Mai blicken wir nach Bangladesch und in die Türkei. Wir fragen uns unter anderem:
Woher nehmen die jungen Menschen den Mut, so viel zu riskieren und trotz Einschüchterungen auf die Straße zu gehen, wann wird ziviler Ungehorsam notwendig, um Freiheitsrechte zu verteidigen, wie wird eine Stimme zum Momentum für eine ganze Bewegung oder gar Revolte?
Ob wir Antworten auf diese Fragen bekommen haben, hört selbst.
Außerdem war am 3. Mai der Tag der internationalen Pressefreiheit. Dass es damit gerade in der Westsahara nicht sehr rosig aussieht, könnt ihr in unserem dritten Beitrag nachhören.
Viel Spaß damit und: Bleibt unanständig aufständig, denn auch bei uns gilt es die Demokratie zu verteidigen
Ganze Sendung #132 hören
Die Magazinbeiträge

Bangladesch
»Ich halte meine Brust hin und du schießt.«
Die GenZ geführte Revolution im Sommer 2024 in Bangladesch

In Bangladesch ereignete sich im Sommer 2024 eine Revolution, die in der Geschichte des Landes einzigartig ist: von Studierenden getragene Proteste schafften es, sämtliche Bevölkerungsgruppen hinter sich zu bringen, auf die Straße zu gehen und für mehr Demokratie und Menschenrechte im Land zu kämpfen. Und was niemand für möglich hielt: die Diktatorin Sheikh Hasina verließ am 05. August fluchtartig das Land. Der Weg war und ist nun frei für eine gerechtere Zukunft.
Doch der Preis war hoch, besonders für die junge Generation: mehr als 300 Tote, darunter viele Studierende, die meisten kamen durch gezielte Schüsse der Polizei ums Leben.
Eva Gutensohn vom südnordfunk und Anas Ansar, ein Wissenschaftler aus Bangladesch sprachen mit dem jungen Aktivisten Azaher Uddin, der selbst an den Protesten im letzten Jahr beteiligt war und gut vernetzt ist mit der derzeitigen blutjungen Interimsregierung. Er gibt uns seine Einschätzung der Möglichkeiten für einen Neuanfang und spricht darüber, was die GenZ von der neuen Regierung erwartet und was das Besondere an dieser jungen Generation ist, die das scheinbar Unmögliche möglich machte.

Türkei
»Wir können nicht ignorieren, was in unserem Land vor sich geht. Deshalb ist jede*r politisch.«
Proteste der GenZ in der Türkei
In der Türkei erhebt die GenZ ihre Stimme und geht mutig auf die Straße seit der Festnahme des Istanbuler Oberbürgermeisters Ekrem İmamoğlu. Ende März begannen die Proteste an den Universitäten, inzwischen ziehen sie sich durch eine breite gesellschaftliche Schicht. Die Generation Z protestiert, organisiert sich und hat keine Angst mehr, ihre Stimme zu erheben: “Zıpla! Zıpla! Zıplamayan Tayyipçi (Hüpft! Hüpft! Wer nicht hüpft ist Tayyip)”.
Julia Duffner sprach mit der Journalistin Pia Masurczak und einer Aktivistin darüber, warum Wut und Hoffnungslosigkeit zu politischem Mut werden. Die Aktivistin sagt: „Wir können nicht ignorieren, was in unserem Land vor sich geht. Deshalb ist jede*r politisch.“

Westsahara
»Wüste für Journalist*innen«
Mohamed Mayara von Equipe Media über die Pressefreiheit in der Westsahara

Foto: Mohamed Mayara
Während Journalist*innen weltweit häufig und immer öfter in ihrer Arbeit eingeschränkt werden, ist ihre Situation in der Westsahara besonders bedrohlich. Das von Marokko beanspruchte Gebiet, dessen Status umstritten ist, gilt als „Wüste für Journalist*innen“. Über die Situation der Sahrauis, der ursprünglichen Bewohner*innen Westsaharas, dringen kaum Informationen nach außen und ausländischen Journalist*innen ist die Einreise meistens verwehrt. Gegen diese Stille kämpft seit 2009 das Medienkollektiv Equipe Media an, in dem mehrere sahrauische Journalist*innen arbeiten. Für den südnordfunk hat Antonia Vangelista den Journalisten und Koordinator von Equipe Media Mohamed Mayara interviewt.

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