Der südnordfunk schaut in diesem Monat nach Uganda. Dort fanden Mitte Januar 2026 Wahlen statt, das Internet wurde abgeschaltet. Warum? Repressionen gegen Oppositionelle und Jugendbewegungen sowie zivilen Kräften, die mehr Demokratie fordern, hatten schon über Monate ein verschärftes Ausmaß angenommen.
Ein Beitrag berichtet von der Naturschutzfront im Südlichen Afrika. Schutzgebietsmanagement führte über lange Zeit auch zu Vertreibung der Bevölkerung und zu Landkonflikten. Neben der Kritik am festungsartigen Naturschutz geht es auch um Gegenkonzepte, die lokale Gemeinden in Entscheidungen einbeziehen.
Unsere Medienpartner vom Kollektiv Juarlin berichten aus der Grenzregion USA-Mexiko, wo seit dem Amtsantritt von Donald Trump rassistische Razzien und Abschiebungen in Internierungslager mehr denn je das Leben erschweren. Ein Fortkommen ist kaum mehr möglich.
Ganze Sendung ►
In diesem Jahr 2026 schaut der südnordfunk – wie gehabt - auf Krisen in aller Welt, vor allem auf die komplexen Hintergründe. Wir stellen Initiativen vor, die sich dem Krisen- und Kriegsgeschehen und jeder Gewalt entgegenstellen. Vor allem werden wir von Friedensinitiativen berichten, die daran glauben und dafür arbeiten, dass Frieden machbar bleibt und Konfliktprävention unverzichtbar ist, um Gewalteskalation einzudämmen.
Die nächste Sendung wird am 3. März um 16 Uhr ausgestrahlt - Mit Beiträgen zum Auftakt des Internationalen Frauenkampftages. On Air auf 102,3 MHz oder im Livestream auf rdl.de
Eurer südnordfunk Team

Das Team von Freedom Hive Uganda befähigt Menschen, sich durch Gemeinschaftsorganisationen, Aktivismus für soziale Gerechtigkeit, Gleichstellung der Geschlechter, Bürgerrechte, Klimagerechtigkeit und die Rechte marginalisierter Gruppen einzusetzen | Foto: FHU
Die Magazinbeiträge

Uganda
Stimmen des Protests aus Uganda
Am 15. Januar wurde in Uganda gewählt. Wahlsieger ist der ehemalige Präsident Yoweri Museveni, der - laut offiziellem Ergebnis - mit über 71 Prozent der Stimmen nun seine siebte Amtszeit antritt. Sowohl in der Zivilbevölkerung Ugandas als auch international gibt es starke Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Wahlen und deren Ergebnis.
Bereits im Vorfeld und während der Wahl kam es in Uganda zu massiven Repressionen und Einschüchterungen gegen Menschenrechts- und Verfassungsaktivist*innen. Der südnordfunk war vor der Wahl vor Ort, eine Aktivistin und ein Anwalt berichten von ihrer Arbeit.
Ein Beitrag von Lisa Binder.
Skript lesen und hören

Mexiko
Geflüchtete an der US-Grenze ein Jahr nach Trumps Amtsantritt
Seit Donald Trump das Asylrecht abgeschafft hat, sind Hunderttausende an der mexikanischen Grenze gestrandet. Schwester Antonia betreut sie in Ciudad Juárez – und berichtet von rassistischen Razzien, Abschiebungen in Internierungslager und Familien, die nicht mehr wissen, wie sie überleben sollen.
Ein Beitrag aus der Grenzmetropole Ciudad Juárlin von Dorothea Bornewasser und Leobardo Alvarado.
Transkript lesen und Audio hören

Südliches Afrika
Vom Ausschlussmodell zu gemeindebasierten Naturschutzparks
Naturschutzparks gelten oft als Hoffnungsorte in Zeiten multipler Krisen. Sie sollen bedrohte Arten schützen, überlastete Ökosysteme stabilisieren und als Puffer gegen die Folgen des Klimawandels wirken. Doch diese Schutzgebiete sind nicht nur Zufluchtsorte für bedrohte Arten. Sie sind auch Orte von Konflikten – um Land, um Macht und um die Frage, wer in einer globalen Umweltkrise die Kosten trägt.
Der südnordfunk stellt zwei Perspektiven auf konkrete Umweltschutzprojekte auf dem afrikanischen Kontinent vor. Olivier van Beemen, Investigativjournalist und Autor des Buches »Im Namen der Tiere – Wie eine NGO große Teile Afrikas beherrscht« erläutert seine Kritik am Modell Fortress Conservation – ein festungsartiges Konzept des Naturschutzes. Der Ethnologe Hauke-Peter Vehrs plädiert für einen inklusiven gemeindebasierten Schutz, bei dem Landrechte, Natur und lokale Gemeinden zusammengedacht werden. Ein Beispiel findet sich in der Sambesi Region.
Ein Beitrag von Sinja Kilius.